Dritter Österreichischer Wasserstraßentag:

 

"Die Donau verbindet!"

Klares Bekenntnis zu Mitteleuropas wichtigstem Verkehrsweg beim ÖWSV-Wasserstraßentag im Wiener Hafen

 

WIEN/ST. PÖLTEN. – Jährlich zweistellige Zuwachsraten bei den Warenströmen zwischen den Schwarzmeerländern und der mitteleuropäischen Logistik-Drehscheibe Österreich, Milliardeninvestitionen heimischer Betriebe in die "Zukunftsregion Südosteuropa" – und dazu die leistungsstarke, aber unterfrequentierte Wasserstraße Donau: Beim 3. Österreichischen Wasserstraßentag am 16. Mai 2008 an Bord des Donau-Luxusliners "Regina Danubia" rückte der veranstaltende "Österreichische Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein" (ÖWSV) mit Sitz in St. Pölten unter dem Motto "Die Donau verbindet" einmal mehr die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile der europäischen Binnenschifffahrt ins Bild.

 

ÖWSV-Präsident KommR Dr. Siegmar Hanser wusste sich gemeinsam mit Geschäftsführerin Mag. Patricia Luger und den zahlreich anwesenden Vereinsvorstandsmitgliedern eins mit dem Fachpublikum: Weit mehr als hundert Vertreter der in- und ausländischen Logistikwirtschaft, Hafen- und Schifffahrtsbetreiber sowie politische Entscheidungsträger und Repräsentanten der Schifffahrtsbehörden akklamierten die vorgestellten Ausbau- und Erweiterungsprojekte zur Aufwertung der "Wasserstraße Donau" als erneut völkerverbindenden und ökologisch wertvollen Verkehrsweg in einem "Europa ohne innere Grenzen".

Tatsächlich lieferten zuvor Dr. Johannes Eigner, Abteilungsleiter "EU-Erweiterung" im Außenministerium, sowie Adriana Stanescu, Gesandte und Geschäftsträgerin der rumänischen Botschaft in Österreich, unter Moderation von ORF-Lady Christa Kummer in ihren Impuls-Referaten klare Ausblicke: Demnach sei es einzig der auszubauenden Binnenschifffahrt möglich, die ständig steigenden Gütermengen im Ost-West-Transit (Stichwort: Schwarzmeersynergie) kostengünstig und dazu umweltschonend zu transportieren. Dazu komme das touristische Element: Allein im Vorjahr verkehrten über 100 Kabinenschiffe (Tendenz stark steigend) zwischen Deutschland und der Donaumündung ins Schwarze Meer, brachten so tausenden Besuchern den gemeinsamen Lebens- und Kulturraum "Donau" näher.

 

Gerade vor dem Hintergrund der noch mäßig ausgebauten Straßen- und Schienennetze in den ehemaligen Reformländern Südosteuropas unterstrich ÖWSV-Präsident Dr. Siegmar Hanser beim jüngsten Wasserstraßentag die unbestreitbaren wirtschaftlichen Vorteile der Binnenschifffahrt und damit der transeuropäischen Wasserstraße Donau: "Unser Auftrag seitens des Österreichischen Wasserstraßen- und Schifffahrtsvereins besteht vor allem auch darin, mehr Bewusstsein für die vielfältigen Vorzüge der Schifffahrt zu schaffen. Speziell der Bereich der rasant steigenden Treibstoffpreise bietet einen guten Vergleichsansatz: Während ein Donauschiff für den Transport von 100 Gütertonnen pro Kilometer gerade 1,3 Liter Dieseltreibstoff benötigt, verbraucht eine Diesellokomotive vergleichsweise 1,7 Liter und der Lkw gar 4,1 Liter Sprit!"

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