1. Österreichischer Wasserstraßentag
Am 12. Mai 2006 fand in Linz der 1. Österreichische Wasserstraßentag unter dem Motto „Auf der Donau mit dem Schiff zu den Linzer Häfen“ statt. Fast 300 Gäste folgten der Einladung des Österreichischen Wasserstraßen- und Schifffahrtsvereins.
Den festlichen Rahmen für die Veranstaltung bot das Galaschiff „Regina Danubia“ der Passauer Donauschifffahrtsreederei Wurm und Köck. Das Wetter hätte nicht schöner sein können; ein wichtiger Beitrag zu einem gelungenen Event. ÖWSV-Präsident Dr. Siegmar Hanser freute sich sichtlich, die zahlreich an Bord befindlichen Personen aus dem In- und Ausland begrüßen zu können; unter ihnen Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka, Senatsrat Mag. Otto Schwetz, Bundesrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Ennshafen-Gesellschaft Gottfried Kneifel, die Vorstände der Linz AG Dr. Erhard Glötzl und Dr. Wolfgang Stampfl, der Linzer Hafendirektor Mag. Gregor Wöss, Ministerialrat DI Reinhard Vorderwinkler von der Obersten Schifffahrtsbehörde, Dr. Ralph Gallob von der Industrie Logistik Linz sowie die Unternehmensgruppe Felbermayr - vertreten durch Horst Felbermayr mit Familie und Mitarbeitern.
Staatsekretär Kukacka sprach Präsident Dr. Hanser seinen Dank für die Ausrichtung des 1. Österreichischen Wasserstraßentages aus. In seinen Ausführungen wies Kukacka auf die Bedeutung der EU-Osterweiterung für die Donauanliegestaaten und im Besonderen auf die Wirtschaftsbeziehungen und ihre Auswirkung auf die Donauschifffahrt in den Bereichen Güterschifffahrt und Tourismusverkehr hin. Für 2015 werde eine Verdoppelung des jetzigen Verkehrs- bzw. Transportaufkommens vorausgesagt. Kukacka zog auch einen Vergleich zwischen Lkw und Schiff: Ein Frachtschiff kann Ladung in der Größenordnung von 82 Lastkraftwagen transportieren.
Schließlich referierte Kukacka über den Donauausbau, im Besonderen über die Schwachstellen östlich von Wien und sprach die Engpässe Straubing-Vilshofen sowie in Ungarn und Rumänien an. Eine ganzjährige Befahrbarkeit der Donau erspare der Wirtschaft Transportkosten von 42 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang drückte er Ministerialrat Vorderwinkler und Mag. Manfred Seitz, ViaDonau, seinen Dank für deren Bemühungen um den Donauausbau aus.
Ein Anliegen ist Staatssekretär Kukacka auch ein verbessertes Schleusenmanagement der Austrian Hydro Power (AHP). Die Schifffahrt beklagt lange Wartezeiten bei Schleusen, die wegen anstehender Revisionsarbeiten nur mit einer Kammer arbeiten.
Die Donauhäfen haben sich bereits zu trimodalen, multifunktionalen Drehscheiben zwischen Schiene, Straße und Schiff entwickelt. Jetzt sollen Container-Linien zwischen den Häfen am Schwarzen Meer, Enns und Linz forciert werden.
ÖWSV-Präsident Hanser übergab Staatssekretär Kukacka eine von der Mitgliederversammlung verabschiedete Resolution an die österreichische Bundesregierung.
Im Laufe der Schiffsreise stellten die Vertreter der Linz-AG, Vorstandsdirektor Dr. Glötzl und Mag. Wöss, den Hafen Linz vor, Dr. Gallob den Voesthafen und Horst Felbermayr seinen Schwerlasthafen mit den Worten: „Alles was groß und schwer ist, wird hier verladen“.
Bei einem fulminanten Buffet, ausgerichtet von Horst Felbermayr, ließen die Teilnehmer bei einem guten Glas Wein und intensiven Gesprächen den Tag ausklingen. Schließlich waren alle einig: Eine gelungene Veranstaltung. Auf Wiedersehen beim 2. Österreichischen Wasserstraßentag 2007 in Niederösterreich.

